|
Fahrt in den Schwarzwald nach Oberharmersbach vom 11. bis 17. Mai 2010
Am Dienstag , den 11. Mai um 6.oo Uhr früh starteten wir - 38 Teilnehmer plus Busfahrer Friedhelm – zu unserer Fahrt in den Schwarzwald. Die Hinfahrt im bequemen Reisebus war unterhaltsam und sehr vergnügt. Albert und seine Helfer sorgten für ein leckeres Frühstück, Mittagessen draußen am Bus im schönen Rheinstädtchen Boppard und auch noch für Kaffee und Kuchen. Pünktlich zum Abendessen (4 Gänge Abendmenü) trafen wir an unserem Ziel - Hotel Grünwinkel - in Oberharmersbach ein. Am Mittwoch unternahmen wir eine 7-Täler Fahrt. An diesem Tag lernten wir auch unseren Gästeführer Otto kennen, der uns bei allen Ausflügen begleitete und uns an seinem schier unerschöpflichen Wissen teilhaben ließ (wobei wir manchmal an die Grenzen unserer Aufnahmekapazität stießen.). An diesem Tag lernten wir die beeindruckende Naturlandschaft des Schwarzwaldes kennen. Wir fuhren u.a. durch das Kinzigtal, Elstal, Glottertal nach St. Peter, wo wir die barocke Kirche besichtigten. Weiter ging es durch die Hexenschlucht zum Uhrenmuseum nach Furtwangen. Auf der Weiterfahrt bestaunten wir die beeindruckenden Triberger Wasserfälle. Sie sind mit ihren 153 Metern die größten Wasserfälle Deutschlands. Im Vorbeifahren sahen wir dann auch noch die größte Kuckucksuhr der Welt.

Donnerstag, Christi Himmelfahrt, hatten wir zur freien Verfügung. Unser Busfahrer Friedhelm hatte seinen busfreien Tag, das heißt er durfte sich ausruhen. Leider regnete es fast den ganzen Tag. Vormittags nahmen wir trotz des schlechten Wetters an einer kleinen Führung durch den Ort teil. Fast alle gönnten sich natürlich ein Mittagsschläfchen und nachmittags bei Kaffee und Kuchen erfuhren wir bei einem sehr interessanten Dia-Vortrag viel Wissenswertes über den Ort und die Umgebung. Einige von uns nutzen die Gelegenheit zu einer (kostenlosen) Bahnfahrt und besuchten z. B. die aus Vrees stammende Schwester Hedwiga Untiedt, die in Bühl bei Baden-Baden lebt. Abends wurden wir von der Wirtin mit einem gemütlichen Abend mit dem Alleinunterhalter Michael überrascht. Es war ein schöner Abend, einige schwangen sogar das Tanzbein, bis plötzlich ein Gast aus der belgischen Reisegruppe, die auch in unserem Hotel übernachtete, einen Herzinfarkt erlitt. Marga und Bernd Nienaber reanimierten den Mann und leisteten Erste Hilfe bis Arzt und Krankenwagen eintrafen. Durch ihre schnelle Hilfe retteten sie dem Mann aus Belgien das Leben. Wir sind dankbar und froh, dass die beiden die Fahrten des Heimatvereins begleiten und so bei Bedarf schnelle und kompetente Hilfe zur Stelle ist. Am Freitag morgen fuhren wir durch die oberrheinische Tiefebene, überquerten den Rhein und erreichten Strassbourgh in Frankreich. Bevor wir eine Schifffahrt auf der Ille unternahmen und so die Stadt aus der Flussperspektive zu sehen bekamen, besichtigten wir den imposanten Dom. Die Fahrt ging dann weiter in die Vogesen, wo wir den 763 Meter hohen Monte Ste. Odile erklommen (Gott sei Dank mit dem Bus!) und das beeindruckende Kloster, dass der Heiligen Odilie geweiht ist, besichtigten. Von hier aus hatten wir einen wunderschönen Blick in die weite Umgebung. Am Samstag wurde Albert 60 Jahre jung. Wir gratulierten schon zum Frühstück und starteten dann zu unserem nächsten Schwarzwaldausflug u. a. durch das Höllental. Unterwegs besichtigten wir die Basilika St. Blasien, die zweitgrößte Kuppelkirche der Welt. Am Titisee hatten wir dann freien „Auslauf“ und die Möglichkeit einige Souvenirs zu erstehen. Über die Schwarzwaldhochstrasse fuhren wir zurück in unser Hotel. Leider war der Feldberg – der höchste Berg des Schwarzwaldes - in dichte Wolken gehüllt, aber die Fahrt war trotzdem interessant, weil sie uns durch viele urige und schöne Täler und eine eindrucksvolle Landschaft führte. Am Abend wurde dann der Geburtstag von Albert gefeiert. Der gemütliche Abend war sehr schön, Willi spielte Akkordeon, wir sangen sehr viel und durch einige lustige Beiträge wurde es ein toller Abend. Am Sonntag starteten wir ein zweites Mal Richtung Frankreich. Dieses Mal machten wir Halt am Kaiserstuhl. Der Blick in den Krater mit den Weinbergen bei schönem Sonnenschein war beeindruckend. In Frankreich war unser erstes Ziel Colmar, eine schöne alte Stadt an der Ille. Nach einem Rundgang durch die historische Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern fuhren wir weiter über die Elsässische Weinstrasse nach Riquewhir, ein wunderschönes, inmitten von Weinbergen gelegenes mittelalterliches Städtchen mit schmalen Gassen und alten Fachwerkbauten. Die Rückfahrt führte uns durch ausgedehnte Weinbaugebiete (so weit das Auge reichte) und die Ausläufer der Vogesen wieder Richtung Deutschland. Unterwegs waren wir überrascht über die vielen Storchennester auf Hausdächern, Kirchtürmen usw. . So viele Störche, die auf den Wiesen und auch zwischen den Weinstöcken nach Nahrung suchten, hatten wir vorher wohl alle noch nicht gesehen.
 |
Unser Reiseführer Otto lotste uns in seinen Heimatort Ohlenbach zu einer kleinen restaurierten Marienkapelle, wo wir alle Gott dankten für die schöne Fahrt, für das gute Gelingen und das gute Miteinander und auch um eine gute Heimfahrt baten. Wir bedankten uns auch beim Reiseführer, der uns auf dieser Reise sehr viel Interessantes, Schönes, Imposantes zeigte, aber uns, wenn ich mich recht erinnere noch mehr erzählte (O-Ton eines Teilnehmers: „Wenn wie noch eine Wäke länger mit üm föhrt, lehr wie mehr as`n ganzet Joar inne Schaule“) Wir bedankten uns bei Albert, bei Marga u. Bernd, Willi u. Anni, Heinrich u. Gudrun, Theo u. Berthold, nicht zuletzt bei unserem Busfahrer Friedhelm und bei allen, die zum Gelingen der tollen Fahrt beigetragen haben. Am Montag nach dem gewohnt leckeren Frühstück traten wir die Heimreise an. Wir wurden herzlich von unserer Wirtin Christina Pfundstein verabschiedet und trafen wohlbehalten und fröhlich, vielleicht ein bisschen müde wieder im schönen Vrees ein. Der Ausflug war toll, aber wieder Zuhause zu sein ist auch schön.
Margret Wilken
|